Habemus nomen!

Seit der Gründung unserer Schule in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts standen wir ohne „echten“ Namen da, sieht man von der wenig schmeichelhaften Bezeichnung BG II ab. 

Durch Initiative des Schulleiters, HR Mag. Harald A. Kuchler, gelang es, diesen namenlosen Zustand zu beenden! Ab sofort dürfen wir uns stolz

„BG|BRG Mössinger“

nennen, nach dem Namensgeber der Straße, in welcher Sie, geschätzte Leser, uns unter der Hausnummer „25“ finden.

Wer war dieser Mössinger?
Johann Mössinger (1864-1937) war ein Zimmermann und Baumeister. Geboren in Wien kam er Anfang des 20. Jhdts. nach Klagenfurt. Er erwarb im großen Stil Grundstücke in der Umgebung der heutigen Mössingerstraße in St. Ruprecht (damals noch eine eigenständige Gemeinde). 
Auf einem Teil davon errichtete er Wohneinheiten, die heute noch bestehenden so genannten „Mössingerhäuser“, die als Arbeiterwohnungen gedacht waren. Mössinger hoffte nämlich, dass im Zuge des Baus der Karawankenbahn (von Klagenfurt über Rosenbach nach Aßling, heute Jesenice) eine Eisenbahnwerkstätte in dieser Gegend errichtet werden würde. 
Politische Überlegungen ließen diesen Plan jedoch scheitern. Die Gemeindeverantwortlichen fürchteten sich vor dem Zuzug von überwiegend sozialistisch organisierten Eisenbahnern. 
Mössinger, der dadurch schwere Verluste erlitt, kehrte Klagenfurt bald darauf den Rücken und nach Wien zurück. Die Werkstätten, die St. Ruprecht bzw. später Klagenfurt viele Arbeitsplätze gebracht hätten, entstanden später in Aßling/Jesenice und Knittelfeld.

(aus: Schneider, Hermann, Die Straßen und Plätze von Klagenfurt, Klagenfurt 1985)

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